- oder
wie man auf den Hund kommt
1995 sahen mein Mann und ich zum ersten Mal einen Groenendael, ohne zu wissen, dass es einer war.
Uns gefiel dieser Hund, wie er souverän und graziös an der Leine, über einen Festplatz mit Blasmusik geführt wurde.
Da ich als Kind mit verschiedenen Jagdhunden aufgewachsen bin und aus dieser Zeit noch alte (DDR)-Hundebücher hatte, schaute ich zu Hause gleich nach. Und siehe da, es war auch der Groenendael darin abgebildet.
Leider sehr unvorteilhaft, was uns aber nicht ab-schrecken konnte, denn wir hatten ja ein Original gesehen.
Am liebsten wäre mein Mann gleich ans Werk gegangen solch einen Hund zu besorgen, und wenn Mann etwas gleich erledigen will, ist es schon wichtig für ihn.
Da wir damals noch mit meinen 2 grossen Kindern,12-und 15 Jahre, in einer Mietwohnung lebten, und wir vor hatten ein altes Haus zu renovieren und umzuziehen, musste ich Mann mit 30 Aquarien, Kinder, 2 weisse Katzen und einen Wellensittich davon überzeugen, dass der Hund erst ins Haus kommt wenn wir im Haus sind ! -Basta-
Es kam alles - fast wie geplant.
Wir renovierten, zogen um( 1996 ) und bekamen 1997 Besuch - vom Klapperstorch.
Somit dachte Keiner aus der Familie mehr an einen Hund.
Ich umso mehr, da ich ja nun mit Nesthäkchen Alexandra ausschließlich zur Hausfrau mutiert war.
Was fehlte dann also noch...? - ein Hund.
Ich sah mir immer öfter die Tierannoncen in der Zeitung an, und eines Tages traute ich meinen Augen nicht, da waren sie wieder - die Groenendaels.
Lange Rede kurzer Sinn.
Ich lud die Familie zu einer Fahrt ins Blaue ein, natürlich ohne zu sagen, dass wir nach Gaibach zur Frau Zink fahren, deren Annonce ich gelesen hatte. Erst das Hundeschild an deren Hoftor lies meine Familie blitzartig kombinieren was ich mit ihnen vorhatte. Die Freude war sehr gross.
Die Versprechen, wer sich alles um den Hund kümmern will wenn wir einen kaufen, auch...
Es waren 10 Welpen! - Alle putzmunter und einer so schön, niedlich, wie der andere.
Eine liebe Hundemama und noch mehr, und zwischendrin unsere kleine Tochter.
Ein Welpe kam ständig an meine Beine und stupste mich -eine Hündin - "Amra ".
Fuer mich stand fest.Sie ist es.
Mein Mann war zu diesem Zeitpunkt mehr an einem Rüden interessiert.
Wir besuchten Frau Zink nochmals, und wieder kam "meine"Hündin zuerst zu mir.
Somit stand es nun fest. Sie soll es sein.

Es vergingen 2 Jahre. Wir wurden oft wegen unseres schönen Hundes angesprochen. Wer dabei unsere kleine Tochter übersah, wurde von ihr angesprochen, und wir hatten schon die eine - oder andere Ausstellung besucht bis wir uns ernsthaft entschlossen züchten zu wollen.
Wobei ich wieder meinen Mann, der mit Feuereifer bei der Sache war, etwas ausbremsen musste, schließlich hatten wir ja noch ein Kleinkind.
Also informierten wir uns erstmal über den weiteren Werdegang und absolvierten weiterhin Ausstellungen.
Wobei wir auf diesen immer sehr zufrieden waren mit unserer Hündin, auch wenn sie mal keinen Platz bekam. Sie wusste sich immer zu benehmen, trotz Stress und Trubel. Sie war es ja auch gewohnt immer und überall dabei zu sein.
So rettete Amra im Urlaub, September 1999, unserer kleinen Tochter Alexandra das Leben, da sie als Einzige bemerkte, dass unser Kind in einen Gartenteich gefallen war.
Sie sprang aufgeregt umher und machte uns aufmerksam durch ihr Gebell.Seitdem ist sie die "vierbeinige Schwester "-Wortlaut unserer Tochter.

** Inzwischen sind wir Mitglied im BSB, haben einen Zwingernamen: "von der Schieferhalde "- bezieht sich auf das Schiefervorkommen in unserer Gegend - und hatten im April 2004 einen Wurf mit Amra und O`rick de la Douce Plain.