Xanten of the Two haben wir im August 2003 aus einer Notvermittlung zu uns geholt.
Die Option damals war, wenn Amra ihn als Zweithund akzeptieren wird kann er bei uns
bleiben.
Amra, souverän wie sie ist , gewöhnte sich relativ schnell an ihn und sie lebten
miteinander wie ein altes Ehepaar.
Er war sehr ängstlich, damals, und sehr unruhig im Wesen. Sobald ich nur in die Nähe
der Waschmaschine ging rannte er mit eingeklemmter Rute panisch weg.
Wenn ich nur mit einer Gurke in der Hand aus dem Gewächshaus kam dasselbe.
Wenn man an der Garderobe die Jacke nahm um sich zum Gassi gehen anzuziehen
musste man anschließend Xanten suchen.
Einiges davon hatte er abgelegt und verband es wieder mit den schönen Dingen.
Wenn man mit der Leine anfing diese zuerst zu nehmen und dann erst die Jacke war es
überhaupt kein Problem mehr Gassi gehn zu wollen.
Die Waschmaschine war nach wie vor ein wunder Punkt, obwohl, wenn ich ihn zu mir
rief - an der Waschmaschine tätig- kam er dann doch her - Vertrauen - ?- ich denk schon !
Lange Gegenstände in der Hand konnte er überhaupt nicht akzeptieren, da rannte er weg
und schaut ängstlich aus einem gewissen Abstand zu was man mit dem Teil wohl
anstellen wollte.
Ja, und dann wäre noch die Story mit den Zähnen.
Als er zu uns kam hatte er sehr schlechte Zähne. Desshalb konsultierten wir unsere
Tierärztin um zu fragen was man am besten tun kann.
Es bestand die Möglichkeit die Zähne abzuschleifen. Ok, dazu werden die Tiere aber
in eine Narkose gelegt. Und um dieses vorzubereiten muss, der Hund in diesem Falle,
untersucht werden.Wiegen - Abhören. Das war dann ein Schock für uns. :
Seltsame Herzgeräusche waren die Diagnose.
So gravierend, dass sie einer genaueren Untersuchung bedurften.
Also fuhren wir in die nächste größere Tierklinik , die die entsprechenden Geräte besaß.
Xanten der Autofahrer an sich, wollte an diesem Tage nicht ins Auto einsteigen das
machte mich stutzig.
Als mein Mann mit ihm am Abend wieder ankam , sehr bedrückt, wollte Xanten nicht
aussteigen.
Mein Mann erzählte mir kurz das es so sei, dass er einen massiven Herzschaden habe
und es für die Ärzte ein Wunder sei wie fit er lt. den Schilderungen meines Mannes ist.
Wie er rennt und springt über Stock und Stein, durch meterhohen Schnee.
Ich bin dann zum Auto, hab auf ihn eingeredet, dass es für uns kein Grund sei ihn wieder
weg zu geben,
dass er trotzdem bei uns bleibt, dass wir ihn lieb haben und auf alle Fälle behalten
werden und das alles kein Problem für uns ist, wenn es nunmal so ist.
In diesem Moment sprang er aus dem Auto und um mich herum , an mir hoch, es sah
fast nach einem Freudentanz aus.
- Es war einfach alles sehr seltsam - als wenn er meine Worte verstanden hätte.
Er wich mir seitdem auch nicht mehr von der Seite.
Ich spürte täglich seine Dankbarkeit, seine Blicke, seine ständigen körperlichen An-
näherungen, dass war alles bis dahin nicht so extrem.
2008: -Das ist jetzt fast 5 Jahre her. Es geht ihm gut, behaupte ich, denn laut den Ärzten
war damals seine Lebenserwartung nicht mehr sehr hoch mit dem Befund.
Er rennt und springt nach wie vor, und wenn man ihn
dabei sieht möchte man es nicht glauben, dass man solch eine Diagnose in seinem
Ordner abgeheftet hat.
PS. die Zähne haben wir auch wieder zum Erstaunen unserer Tierärztin, nur mit Kau-
artikeln, restauriert.-
Tägliches kauen lassen -
Auch beim reinen Abhören sagt sie ist dieses massive Geräusch vom Herz damals,
nicht mehr zu festzustellen.
Sie staunt jedesmal wenn sie ihn zum obligatorischen Impftermin sieht, denn
andere Termine haben wir auch mit ihm nicht.
Ich bilde mir ein sagen zu können das es ihm hier gut geht bei uns und er weiß ,
dass er angekommen ist in seinem Leben.
-Ich nenne ihn immer Zigeuner - wider Willen - , wenn ich mit ihm kuschel.
für ihn und für alle Tiere, hab ich ein sehr schönes Zitat gefunden von A. Lindgren
das ich hier nicht vorenthalten möchte:
Man kann in die Tiere nichts hineinprügeln,
aber man kann manches aus ihnen herausstreicheln.
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