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Xanten of the Two geb. 09.09.1998
Frühjahr 2004

Xanten genießt es sich irgendwo in unserem großen
Garten ein ruhiges Plätzchen zu suchen, aber nicht
ohne alles unter Kontrolle zu haben.
Seit seiner Kastration ist es ihm zum Sport geworden
auf Radfahrer zu lauern die am Grundstück vorbei fahren.
Früher lag er cool im Hof und störte sich an Nichts.
Es scheint aber nur ein Revierverhalten zu sein, denn
beim Gassi gehen stören ihn Radfahrer und Jogger
überhaupt nicht.--Wir nehmen es hin wie es ist, schließlich
hört er aufs Wort wenn man dabei ist und eingreifen kann.

Sommer 2007

 

 

 

Xanten of the Two haben wir im August 2003 aus einer Notvermittlung zu uns geholt.

 

Die Option damals war wenn Amra ihn als Zweithund akzeptieren wird kann er bei uns

bleiben.

 

Amra, souverän wie sie ist , gewöhnte sich relativ schnell an ihn und sie leben

miteinander wie ein altes Ehepaar.

 

 

Er war sehr ängstlich, damals, und sehr unruhig  im Wesen. Sobald ich nur in die Nähe

der Waschmaschine ging rannte er mit eingeklemmter Rute panisch weg.

Wenn ich nur mit einer Gurke in der Hand aus dem Gewächshaus kam dasselbe.

 

Wenn man an der Garderobe die Jacke nahm um sich zum Gassi gehen anzuziehen 

musste man anschließend  Xanten suchen.

 

Einiges davon hat er inzwischen abgelegt und verbindet es mit schönen Dingen.

 

Wenn man mit der Leine anfängt sie zu nehmen und dann erst die Jacke ist es 

überhaupt kein Problem mehr Gassi gehn zu wollen.

Die Waschmaschine ist nach wie vor ein wunder Punkt, obwohl, wenn ich ihn zu mir

rufe kommt er dann doch her - Vertrauen - ?- ich denk schon !

 

Lange Gegenstände in der Hand kann er überhaupt nicht akzeptieren, da rennt er weg

und schaut ängstlich aus einem gewissen Abstand zu was man mit dem Teil wohl

anstellen wird.

 

 

Ja, und dann wäre noch die Story mit den Zähnen.

Als er zu uns kam hatte er sehr schlechte Zähne. Desshalb konsultierten wir unsere

Tierärztin um zu fragen was man am besten tun kann.

 

Es bestand die Möglichkeit die Zähne abzuschleifen. Ok, dazu werden die Tiere aber

in eine Narkose gelegt. Und um dieses vorzubereiten muss, der Hund in diesem Falle,

untersucht werden.Wiegen - Abhören. Das war dann ein Schock  für uns. :

Seltsame Herzgeräusche die Diagnose.

So gravierend, dass sie einer genaueren Untersuchung bedurften.

 

Also fuhren wir in die nächste größere Tierklinik , die die entsprechenden Geräte besaß.

Xanten der Autofahrer an sich,  wollte an diesem Tage nicht ins Auto einsteigen das

machte mich stutzig.

 

Als mein Mann mit ihm am Abend wieder ankam , sehr bedrückt, wollte Xanten nicht

aussteigen.

Mein Mann erzählte mir kurz das es so sei, dass er einen massiven Herzschaden habe

und es für die Ärzte ein Wunder sei wie fit er lt. den Schilderungen meines Mannes ist.

Wie er rennt und springt über Stock und Stein, durch meterhohen Schnee.

 

Ich bin dann zum Auto, hab auf ihn eingeredet, dass es für uns kein Grund sei ihn wieder

weg zu geben,

dass er trotzdem bei uns bleibt, dass wir ihn lieb haben und auf alle Fälle behalten

werden und das alles kein Problem für ist,wenn es nunmal so ist.

 

In diesem Moment sprang er aus dem Auto und  um mich herum , an mir hoch, es sah

fast nach einem Freudentanz aus.

 - Es war einfach alles sehr seltsam -   als wenn er meine Worte verstanden hätte.

Er weicht mir seitdem auch nicht mehr von der Seite.

Ich spüre täglich seine Dankbarkeit, seine Blicke , seine ständigen körperlichen An-

näherungen, dass war alles bis dahin nicht so extrem.

 

 

Das  ist jetzt fast 5 Jahre her. Es geht ihm gut, behaupte ich, denn laut den Ärzten 

war damals seine Lebenserwartung nicht mehr sehr hoch mit dem Befund. 

Er rennt und springt nach wie vor, und wenn man ihn

dabei sieht möchte man es nicht glauben, dass man solch eine Diagnose in seinem

Ordner abgeheftet hat.

 

PS. die Zähne haben wir auch wieder zum Erstaunen unserer Tierärztin, nur mit Kau-

artikeln, restauriert.-

Tägliches kauen lassen -

 

Auch beim reinen Abhören sagt sie ist dieses massive Geräusch vom Herz damals,

nicht mehr zu festzustellen.

Sie staunt jedesmal wenn sie ihn zum obligatorischen Impftermin sieht, denn

andere Termine haben wir auch mit ihm nicht.

 

 

Ich bilde mir ein sagen zu können das es ihm hier gut geht bei uns und er weiß ,

dass er angekommen ist in seinem Leben.

 

-Ich nenne ihn immer Zigeuner - wider Willen - , wenn ich mit ihm kuschel.

 

 

für ihn und für alle Tiere, hab ich ein sehr schönes Zitat gefunden von A. Lindgren

das ich hier nicht vorenthalten möchte:

 

Man kann in die Tiere nichts hineinprügeln,

aber man kann manches aus ihnen herausstreicheln.

 

 

 

 

 

 

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